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Sanko-ji newsletter April 2021

Liebe Freundinnen und Freunde Sanko-jis

Ich hoffe euch, es geht euch weiterhin gut und ihr geniesst den Frühling, der ja dieses Jahr wirklich mal wieder Wunderbares bietet.

Vor etwa einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle über die tief verwurzelte Angst in unserer Gesellschaft in Zusammenhang mit der Covid19 Pandemie. Noch immer dauern die Massnahmen an und immer noch ist oft das einzige Mittel vieler Medien und Politiker gegen Covid 19 uns Angst zu machen, um uns zu Verhaltensänderungen zu bewegen. Schon letztes Jahr schrieb ich, dass Angst schüren langfristig sicher nicht das richtige Mittel gegen eine Naturgewalt wie ein Virus ist. Angst wirkt sich negativ auf unsere Stimmung aus und nachweislich negativ auf unsere Körperfunktionen. In einer Pandemie sollte man den Patienten aber stärken und heilen, nicht schwächen.

In diesem Newsletter möchte ich aber nicht nochmals über die Angst philosophieren, sondern über das Gegenmittel – den Mut, der ein wichtiges Kennzeichen jedes Buddhisten und spirituellen Menschen ist.

Lassen wir uns also nicht von der von vielen Seiten auf uns einströmenden Angst packen. Denn aufgepasst – nach dem Filmtitel von Reiner Fassbinder «Angst essen Seele auf»

Letztens stiess ich in «Der Zeit» passend, so schien es mir, zum Thema auf ein Kunstprojekt.


……….wenn ihr weiterlesen wollt, bitte auf den Anhang klicken;-) Gassho Gyoriki

newsletter Sanko-ji April 2021


Sanko-ji newsletter Februar 2021

Liebe Freundinnen und Freunde Sanko-jis!

Das Krokussesshin 25.02. -28.02 steht vor der Tür. Dazu möchte ich euch herzlichst einladen.

Warum sollte ich ein Sesshin im Sanshin-ji style machen?

Unter dem tiefen Schnee vor dem Haus – so sah man nach kurzer Abtauphase – stehen Krokusse, Hyazinthen und Narzissen schon bereit – drauf los zu blühen. Nun ist alles wieder weiss und starr…

Warum blühen sie bald? Einfach nur weil ihnen irgendwann mal das Leben geschenkt wurde. Es ist ihre Bestimmung jedes Jahr einfach voll und ganz zu blühen, zu verblühen, Kraft in die Knolle zu sammeln und dann, wenn ihre Zeit kommt, drauf los zu blühen, ohne zu sparen. Und dann kommt der Moment, wo dies vorbei ist, sie nie mehr blühen.

«Der Krokus», so sagt Uchiyama Rochi, «blüht ohne Zweck, sein Leben bedeutet eben zu blühen.» Er steht nicht in Schönheitskonkurrenz zu anderen, möchte nicht mehr geliebt werden oder nützlicher sein, es möchte nicht mehr Macht haben als die anderen oder auf Instagramm bzw. youtube mit vielen Clicks versehen sein…..

wer weiterlesen möchte, bitte hier klicken, Gassho Gyoriki

Sanko-ji newsletter Februar 2021


Sanko-ji newsletter Januar 2021

Liebe Freundinnen und Freunde Sanko-ji!

 

 Ein heilsames Jahr 2021 wünsche ich euch allen und möget ihr viel Zeit finden zu praktizieren.

 Genau das richtige Wetter, um Kraft zu schöpfen. Hier ist es kalt und die weissen Riesen im Wald haben das Kommando übernommen.  

 

Die Naikanwoche verlief dementsprechend ruhig und friedlich. Zum ersten Mal begleitete ich drei junge Menschen (zw. 20-22 Jahren) im Naikan. Am Beginn des Erwachsenenalters Naikan zu praktizieren ist natürlich ein Privileg und ich bin davon überzeugt, die beste Art und Weise erwachsen zu werden. Ich hatte höchsten Respekt vor ihre Übung, denn ich hätte in diesem Alter niemals Naikan gemacht bzw. durchgestanden. Es ist wunderbar, wenn junge Menschen kommen und die Grundlage zu einem glücklicheren Leben setzen; wenn sie erfahren, wie geliebt sie wurden und wieviel Ihnen von aussen gegeben wurde. Gut ist auch, dass die Veranstaltung von der Gemeinde genehmigt wurde und wir alle gesund blieben.

 

Die nächste Naikanwoche wird die Karwoche (26.03 – 02.04.) sein und ich bitte Euch jetzt schon darum, euch zu überlegen, ob ihr beim Kochen helfen könnt. Erfahrungsgemäss sind die ersten 1-3 Tage sowie der vorletzte Tag sehr anstrengend. Bitte meldet euch baldmöglichst, denn die Höhe der Teilnehmerzahl hängt davon ab. Wir müssen zukünftig wirklich schauen, dass wir während den Naikans zu zweit sind.

 

 

Die nächste Veranstaltung hier wird das Wintersesshin (28.01-31.01.) sein, geleitet von meiner Frau und Zennonne Regula Siegfried, die schon viel Kesa-Näh-workshops begleitete. Unser Dharma-Urgrossvater K. Sawaki entdeckte das Nähen des Funzo-e wieder, das Nähen des Kesa ist ein entscheidenes Merkmal unserer Sangha. «Aufrecht Sitzen mit Kesa, thats all!», sagte er immer.

Das Kesa gibt dem Dharma eine Form und gleichzeitig umfasst es alle Dharmas, obwohl dies unmöglich ist. Ein Mysterium, deshalb sagt man in unserer Sangha, gegen Ende des Lebens studierten die alten Meister nur noch das Kesa.  

Die Basis Dogens Lehre ist dennoch Zazen und deshalb sitzen wir hauptsächlich viel.

 

 Zum Schluss noch die Bitte an alle Empfänger des Newsletters: Bitte meldet euch unbedingt, wenn ihr die news nicht mehr lesen mögt. Bitte seid ehrlich, für uns   alle ist es besser und stimmiger. Ihr könnt euch jeder Zeit wieder melden.

 

Und ganz zum Schluss noch ein kleines Video vom Berg oberhalb Sanko-jis – 60 Minuten maximale Stille – zum Geniessen. (Doppelklick). Deswegen habe ich, wie alle Jahreszeiten, auch den Winter so besonders gern.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz herzlich und viel tiefe Praxis, die Welt braucht unsere Praxis, denn wir sind diese Welt! In Krisenzeiten können wir so durch unsere Ganzheit, Klarheit und Stabilität den Verängstigten und Leidenden helfen.

Das ist das Fundamentale, Wunderbare der Lehre Dogens.  Die Essenz der Praxis.

 

Gassho

GyorikiSank