Träger der Zenklause ist der Verein Sanko-ji e.V. SANKO-JI , das bedeutet im Jap. “Ort des friedlichen Verweilens in den Bergen”. Im Zentrum steht die tägliche Praxis von Shikantaza im Stile Antai-jis bzw. Sanshin-ji (s. Sanshin-ji Style). Ausserdem veranstalten wir sehr einfache und intensive Zenretreats mit dem vollen Focus auf reinem Zazen – d.h. fast ohne Aktivitäten wie Zeremonien oder andere Formalitäten und Ablenkungen – ganz im Sinne von der”erwachsenen Praxis” Sawakis. Ausserdem ist alles sehr einfach gehalten. Als wichtige Ergänzung bieten wir klassische Naikanwochen im Stile Helga Hartl-Margreiter und Gerald Steinkes an. 

Die Zenklause folgt einer Tradition der alten chinesischen Patriarchen und der modernen “Erneuerer” des Soto-Zen in 20 Jhdt., wie Antai-ji in Japan, Ryumon-ji in USA/Iowa, sich friedlich in die Berge zurückzuziehen, um dort konsequent in Harmonie mit der Natur zu leben. Von diesem Geist inspiriert, initierte Gyoriki die Zenklause.

“Ich möchte einen Platz in einer Umgebung aufbauen, an dem eine Praxis möglich ist, wie sie uns von den “alten Buddhas” überliefert wurde. Das Moderne Leben ist künstlich konstruiert und trennt die Gesellschaft immer mehr von ihren Wurzeln ab. Durch das Streben nach absoluter Kontrolle über die Natur und Bequemlichkeit, sowie dem Streben nach Erfüllung aller Wünsche koppelt sich der Mensch ab von seiner eigentlichen Bestimmung. Die moderne Lebensweise entfernt sich immer weiter von der Wirklichkeit der Natur mit der wir leben. Vielfältige Zivilisationskrankheiten, Sucht, Einsamkeit, Ängste und Depression sowie Ohnmacht sind die Folge. Wenn dieses “künstliche Lebenskonstrukt” einmal zusammenbricht, beispielsweise durch Klimawandel, gravierende wirtschaftliche Probleme, Black out, etc., werden die Menschen sehr leiden, weil sie nicht mehr wissen wie “Leben” geht. Der moderne Mensch, v.a. die Jungen, sollten deshalb wieder Lernen im direkten Kontakt mit der Natur zu leben und durch die tägliche Zenpraxis einzugehen in den Rhythmus der Natur. Tiefe Zufriedenheit, Freiheit und Sinnhaftigkeit des Tuns und Inspiration werden dann eine neue Generation prägen. Deshalb möchte ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln einen Platz erschaffen, der die Buddha-Praxis zum Wohle und in Harmonie mit allen Wesen und der Natur möglich macht.” Gyoriki 2013

   

Im Zentrum unserer spirituelle Praxis stehen die alltäglichen Handlungen. Wir hören ganz nebenbei den universalen Lehren des Waldes, der Wiesen, der Berge und des Wasser zu. Die Pflege der Permakultur zum Wohle aller Tiere und Pflanzen der Umgebung ist Ausdruck und Verwirklichung dieses allumfassenden Geistes. Wir sorgen für sie, wie für unsere eigenen Eltern – so wie sie sind.  

 

Gerade in diesen Zeiten mit all ihren Vor- und Nachteilen braucht es eine universale Übung wie Zazen, die uns inmitten des gesamten Universums sitzend, eins werden lässt mit allen Dingen und Lebewesen, um den Gang der Welt tiefgründig und von INNEN heraus zu verändern. Zazen, das ist wirklich Buddha sein und ist für wirklich Nichts gut. Eine stille, unmittelbare Revolution, die unsere Welt braucht. Eins ist gewiss, es gibt etwas Höheres als die bewusst, wahrgenommene, durch unser Ego verfäschte, sehr beschränkte Welt. Auf ihrem Weg in Sanko-ji werden sie von erfahrenen und urteilsfreien Leitern begleitet.

Komm nach Hause – bald! Sanko-ji!

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